VERHALTENSTHERAPIE

Die Verhaltenstherapie ist von allen Therapieformen das empirisch am besten untersuchte Therapieverfahren. Sie wurde in den 1950er Jahren vor allem in den USA aus der Lerntheorie entwickelt. Grundannahme der Verhaltenstherapie ist, dass jegliches Verhalten – und damit auch problematisches Verhalten – erlernt wurde. Verhalten kann somit auch wieder „verlernt“ beziehungsweise können neue, funktionalere Verhaltensmuster erlernt werden.

Die Verhaltenstherapie wurde seit ihrer Gründung immer weiter entwickelt. Insbesondere die Integration kognitiver Elemente stellte eine bedeutsame Weiterentwicklung des Therapieverfahrens dar („2. Welle“). Hiermit ist gemeint, dass Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflussen. Kognitive Techniken zielen daher auf eine Veränderung von gedanklichen Bewertungsprozessen ab, um eine Verbesserung des Befindens zu erreichen. Der griechische Philosoph Epiktet hat diese Kernannahme der kognitiven Verhaltenstherapie bereits vor fast 2000 Jahren vorweggenommen:

Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen. (Eptiket)

Die „3. Welle“ der Verhaltenstherapie integriert Konzepte wie Achtsamkeit und Akzeptanz in das Therapieverfahren. Der Umgang mit Emotionen oder die vor dem Hintergrund von Lebenserfahrungen entstandenen Anteile der Persönlichkeit werden stärker in den Fokus gerückt.

Generell steht im Mittelpunkt der Verhaltenstherapie, mit dem Patienten ein „Störungsmodell“ zu erarbeiten und ihm so Einsicht in Ursachen und die Entstehungsgeschichte seiner Beschwerden zu geben. Gemeinsam werden Methoden erarbeitet, die dem Patienten ermächtigen sollen, seine Beschwerden zu überwinden. 

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